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Von Harry Lachner

 

Carla Bley gilt als kreativste, originellste und humorvollste Komponistin und Arrangeurin des Jazz. In ihren Werken vereint sie eine launige Ironie mit dem unermüdlichen Streben nach neuen orchestralen Klangfarben und Klangkombinationen. Anfangs noch stark vom Free-Jazz beeinflusst, legte sie ihren Schwerpunkt schnell auf die Komposition, auf einen großorchestralen Klang, in dem Elemente aus unterschiedlichsten Stilrichtungen miteinander in Einklang gebracht oder reibungsvoll gegeneinander gesetzt werden. Die Pianistin griff Stile auf, die im Jazz davor selten berücksichtigt wurden: Revolutionslieder, Folklore, die Musik von Kurt Weill oder Hanns Eissler. Ihr zweistündiges Großwerk „Escalator Over The Hill“ (1971) besaß einen Stellenwert für den Jazz jener Zeit, der nur vergleichbar ist mit dem Rang, den das Beatles-Albums „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ für die Popmusik besitzt.

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© SWR 2, NowJazz, 12.5.2016

Trad.:
Sad Paloma/LP: Mortelle Randonnee

Carla Bley

Michael Mantler/Carla Bley:
J.S./CD: Jazz Realities

Jazz Realities

Carla Bley:
The New Funeral March/CD: A Genuine Tong Funeral

Gary Burton/Carla Bley

Carla Bley:
The Ending Of The First Side/CD: Liberation Music Orchestra

Charlie Haden Lieberation Music Orchestra

Carla Bley:
The Interlude (Drinking Music)/CD: Liberation Music Orchestra

Charlie Haden Lieberation Music Orchestra

Carla Bley:
Escalator Over The Hill/CD: Escalator Over The Hill

Carla Bley Band

Carla Bley:
Song To Anything That Moves/CD: Escalator Over The Hill

Carla Bley Band

Carla Bley:
Over Her Head/CD: Escalator Over The Hill

Carla Bley Band

Carla Bley:
What Will Be Left Between Us/CD: Tropic Appetites

Carla Bley and Band

Carla Bley:
Musicque Mecanique I/CD: Musique Mecanique

Carla Bley and Band

Carla Bley:
Walking Batteriewoman/CD: Duets

Carla Bley/Steve Swallow

Carla Bley:
Potation de Guaya/CD: Andando el Tiempo

Carla Bley Band