150 Jahre nachdem der Wolf in Mitteleuropa ausgerottet wurde, erobert er sich unaufhaltsam seinen Platz zurück. Er fasziniert und polarisiert, bringt Unordnung in unser System. Wer ist der Wolf, wie und wo lebt er? Welche Aufgabe hat er in unserem Ökosystem? Woher stammt die Angst vor dem Wolf? Hat der Mensch das Recht zu bestimmen, welche Tiere bei uns leben dürfen und welche nicht? 

Ausgehend von der Rückkehr der Wölfe in die Schweiz begibt sich der Film auf Spurensuche, um dieses intelligente und soziale Raubtier näher kennen zu lernen. Die filmische Reise führt von der Schweiz nach Österreich, in die Lausitz nach Deutschland, nach Polen, Bulgarien und Minnesota, wo frei lebende Wolfsrudel keine Seltenheit sind. Wolfsexperten, Naturforscher und Schafhirten zeigen auf, ob und wie sie es für möglich halten, mit dem Wolf zusammen zu leben.

Ich glaube, die Angst vor Wölfen geht weit zurück, als Wölfe eine Gefahr für
den Menschen darstellten. Es gab eine Zeit, zu der vor allem in Europa und
Asien Wölfe tollwütig waren, Tollwut hatten und Menschen angriffen und eine
Gefahr für sie darstellten.
Sie müssen jede Gelegenheit, die sie haben, nutzen. In der Wildnis gibt es
nicht viele Gelegenheiten. Sie müssen lang und weit suchen, stunden- und
tagelang, um ein Tier zu finden zum Töten. Sie müssen bereit sein zu töten,
was immer sie finden. Wenn sie in eine Tiergruppe gelangen, wo sie viele töten
können, dann nutzen sie diese Gelegenheit.
Ich hoffe, dass das Volk erkennt, dass wir zum Wohl des Wolfs das Tier unter
Kontrolle haben müssen und nicht überall Wölfe haben können. So gerne das
viele von uns hätten. Weil sie stören und mit Menschen in Konflikt geraten,
machen sie sich Feinde, ob uns das gefällt oder nicht. Wenn Wölfe Feinde
haben, ist das nicht gut für sie.
Die Leute werden wütend, wenn sie nicht alles kontrollieren können.
Vielerorts können Sie die Wölfe nicht kontrollieren. Und das macht sie wütend.

L. David Mech

Deutscher Kinostart: 17. September 2020
Verleih: mythenfilm
Vertrieb: Die Filmagentinnen

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