„Die letzten Romantiker“ Eine Lange Nacht des Bossa Nova Mit Karl Lippegaus

Da die Sendung über Antonio Carlos Jobim so ein großes Echo fand, ist die Idee von Detlef ( vielen Dank  dafür! ), vollkommen richtig, die Lange Nacht von Karl Lippegaus wieder hochzuladen.
Viel spass beim anhören !

Musik kann ein guter Weg sein, um in die Psyche eines unbekannten Landes vorzudringen. Die Bossa Nova, die in den sechziger Jahren auf eine Weltumlaufbahn gingen, war in ästhetischer Hinsicht seelenverwandt mit der Nouvelle Vague der Franzosen. Wenn der Sänger und Gitarrist João Gilberto der Hauptdarsteller dieser neuen Musik war, könnte man Antonio Carlos Jobim als den Regisseur bezeichnen.

Mit Karl Lippegaus

Von Jobim, dem nach Villa-Lobos wichtigsten Komponisten Brasiliens im 20. Jahrhundert, kamen die meisten der heute weltbekannten Songs. Alles begann 1958, als ein damals unbekannter Gitarrist namens João Gilberto „Chega de Saudade“ aufnahm. Diese zwei Minuten lösten eine musikalische Revolution aus. Man war auf eine echte Goldmine gestoßen, und die Hits von Jobim nahmen kein Ende. Die elegante Leichtigkeit und bittersüße Melancholie verzauberten jeden, der sie hörte. Und bald hatte jedes Land der westlichen Hemisphäre seine eigenen Versionen der Bossa Nova-Hits.

Verblüffend ist in der Rückschau, dass diese Musik noch vierzig Jahre danach so frisch und intelligent klingt, in den Originalaufnahmen versteht sich. Die Lange Nacht präsentiert neben den Klassikern zahlreiche längst vergriffene Raritäten, bei denen Sie oft denken werden: das kenne ich doch – aber ich hatte vergessen, dass es so klingt! Karl Lippegaus hat zahlreiche brasilianische Musiker interviewt – unter ihnen Künstler wie Caetano Veloso, Marisa Monte, Vinicius Cantuaria, Chico Buarque und Egberto Gismonti – sowie Musiker aus dem Jobim-Clan, zum Beispiel seinen Sohn Paulo und den legendären Schlagzeuger Paulo Braga. …

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© Deutschlandfunk, Lange Nacht, 27.1.2007

3 Replies to “„Die letzten Romantiker“ Eine Lange Nacht des Bossa Nova Mit Karl Lippegaus

  1. Dass ich Bossa und MPB kenne, habe ich v. a. Karl Lippegaus zu verdanken (der meines Wissens mit einer Brasilianerin verheiratet ist/war… Cecilia de Medeiros od. Aguirre… (?) – er hat „Cecilia“ zumindest das Buch „Die Stille im Kopf“ gewidmet, mein Lieblingsbuch über Musik).

  2. Guten Morgen Lucky. Du hast natürlich vollkommen recht. Das ist ein Mitschnitt aus den Beständen des alten radiohoerer.blogs ( der ist immer noch online !) und hat auch dieses Passwort. ‚Die Stille im Kopf‘ gehört auch für mich zur Pflichtlektüre ! Und sei hiermit allen empfohlen. Mittlerweile auch als E-Book und erweiterter Ausgabe erhältlich.

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