Der Trompeter Ambrose Akinmusire gehört zu den derzeit meistbeachteten Vertretern seines Fachs, ein Musiker mit Verstand und Einfühlungsvermögen und einem markanten, warmen Ton.

Mit Stefan Hentz

Für das Berliner Jazzfest im vergangenen Jahr hat Akinmusire eine Komposition geschrieben, in der er historische Aufnahmen der Sängerin Mattie Mae Thomas, die im Jahr 1939 als Strafgefangene in der Parchman Farm einige Bluessongs in die Mikrofone von durchreisenden Musikforschern gesungen hatte, in den Fluss der Musik seines Sextetts einbaute. Akinmusire komponierte einen bluesgetränkten Musikreigen, der das Alte mit dem Aktuellen verbindet, das Archivierte mit dem Imaginierten und eine neue, aufgeklärte Form der Erinnerung konstruiert. Im Interview spricht Akinmusire über sein Verhältnis zur afroamerikanischen Erfahrung, zum Blues und der Heilkraft der Community.

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© WDR 3, Jazz & World, 21.9.2018

 

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