Das Jahr 1920 ist ein wichtiges Jahr für den frühen Jazz. Die ersten Platten waren bereits auf dem Markt, der Jazz breitete sich weiter aus. Und 1920 wurden zahlreiche Musikergrößen geboren: darunter Charlie Parker, Dave Brubeck und Carmen McRae.

Mit Matthias Wegner

Der Jazz, der einst vor allem in New Orleans seinen Ursprung hatte, breitete sich ab 1920 enorm aus. Chicago, Kansas City und New York wurden bald die neuen Zentren.  Eigene Szenen und Klang-Ästhetiken bildeten sich heraus. Und: 1920 war ein wichtiger Jahrgang, was den Nachwuchs angeht.

Die Liste, der 1920 geborenen Jazzmusiker und Jazzmusikerinnen, die später Weltruhm erreichten, ist beeindruckend. Zu den bereits genannten gehören zum Beispiel auch die Sängerin Peggy Lee, der Saxofonist Jimmy Forrest, der Trompeter Clark Terry, der Pianist John Lewis und der Multi-Instrumentalist Yusef Lateef.

Unterschiedliche Entwicklungen und Ausprägungen

Es ist hoch interessant, wie unterschiedlich sich all diese späteren Jazz-Größen entwickelten. Manche blieben zeitlebens eng mit dem Swing verbunden. Andere (allen voran Charlie Parker und Dave Brubeck) gestalteten neue Ausdrucksformen und Stile des Jazz. Wieder andere (z.B. Yusef Lateef) suchten die Brücke zu dem, dass wir heute „Weltmusik“ nennen.

Der Jazz erreicht Europa

Der Jazz erreichte auch bald den europäischen Kontinent. Paris wurde der 1.Anlaufpunkt für US-amerikanische Musiker und ein Hot-Spot für neue Ideen, aber auch Berlin zog bald nach. Zu den europäischen Jazzern, die auch im Fokus dieser Sendung stehen, gehören der Trompeter Boris Vian, Claude Abadie, der Geiger Helmut Zacharias und der Saxofonist Kurt Edelhagen (alle 1920 geboren).

Zum Player und Beitrag

© Deutschlandfunk Kultur, Musik Im Gespräch, 13.4.2020

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