Als Mauricio Macris im Dezember 2015 sein Amt als argentinischer Staatspräsident antrat, war die erneute politische Wende in Lateinamerika eingeleitet. Massenentlassungen, Inflation, unmäßige Preiserhöhungen bei der Energieversorgung und im öffentlichen Nahverkehr sowie Einschnitte ins soziale Netz waren die Folge.

Von Peter B. Schumann

Was bedeutet das beispielsweise für die IMPA, die erste argentinische Fabrik unter der Kontrolle von Arbeitern? Dort wird Aluminium verarbeitet, d. h. die Stromkosten sind hoch und stiegen unter der Regierung Macri im vergangenen Jahr um das Fünffache. Ist der Betrieb noch zu halten oder muss die Belegschaft wieder auf die Solidarität der Bewohner in dem umliegenden Stadtbezirk zurückgreifen wie 2002, als der Staat kurz vor dem Bankrott stand und viele Argentinier sich mit Tauschhandel über Wasser hielten? Am Beispiel der IMPA erzählt das Feature vom Sozialabbau im Argentinien des wieder erstarkten Neoliberalismus.

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© SWR 2, Feature, 11.10.2017

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