Die Didier Lockwood Group im Onkel Pö Aufnahme vom 20. April 1983 aus dem Onkel Pö, Hamburg

Die Violine im Jazz hat in Frankreich eine lange Tradition. Von Michel Warlop in den 30er-Jahren über Stéphane Grappelli, Jean-Luc Ponty in den 70ern bis hin zu Didier Lockwood spannt sich der Bogen, an dem entlang die Inhaber der weitervererbten Warlop-Violine aufgereiht sind.

Mit Lothar Jänichen

Als Didier Lockwood Ende der 70er-Jahre die Warlop-Violine von Stéphane Grappelli überreicht bekam, war der damals 23-Jährige endgültig im Kreis der Großen des Jazz in Frankreich angekommen. Und er spielte mit internationalen Jazz-Größen wie Dave Brubeck, Miles Davis, Herbie Hancock und Billy Cobham. Als Komponist schrieb er zwei Opern, mehrere Geigenkonzerte, ein Konzert für Klavier und Orchester sowie Filmmusiken. Außerdem verfasste er Gedichte und gründete 2001 das Musikzentrum Didier Lockwood im Pariser Vorort Dammarie-les-Lys, das junge Musiker in Improvisation ausbildet. Als Didier Lockwood am 18. Februar 2018 im Alter von 62 Jahren an einem Herzinfarkt verstarb, verlor Frankreich einen seiner vielseitigsten Jazzmusiker.


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© WDR 3, Jazz & World, 9.7.2018

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