Der Startrompeter kommt für drei Abende ins Wiener Konzerthaus. Ein Gespräch über Lektionen, die ihm sein Vater erteilte, und die Freude über die kommende US-Präsidentenwahl.

 

Es gab tatsächlich Zeiten in New Orleans, da konnte Trompeter Wynton Marsalis mit Jazz wenig anfangen. Als Duke Ellington in der Stadt war, ging er mit seinem Vater, Pianist Ellis Marsalis, nicht hin. Sport war wichtiger. Und als Marsalis in die Pubertät einbog, zog er es vor, in Funkbands zu spielen, während sein Vater in Klubs nicht selten vor spärlicher Publikumskulisse seinen Klavierdienst in einem Stil verrichtete, der dem Sohn noch immer wenig zu bedeuten schien. Es sollte sich ändern. Eines sehr frühen Morgens, so gegen zwei Uhr, ging Wynton in den Klub, „wo mein Vater seinen Gig spielte, doch niemand war da. Ich sagte: Lass uns doch nach Hause gehen, es ist doch niemand hier – außer uns beiden!“…

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© DerStandard, Kultur, 8.2.2020

 

 

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