Die unerträgliche Seichtigkeit des Scheins – der Kanadier Dan Snaith veröffentlicht „Suddenly“. Wenn es einen Trend im zeitgenössischen Pop gibt, ist es jener der Lulu-Musik. Der Begriff hat sich zwar noch nicht durchgesetzt.

Er liegt aber nahe, so penetrant lauwarm, wie viele Musik zurzeit daherplätschert. So als würden alle im selben Wellnesshotel ihre Heimstudios einrichten und dort, bei 28 Grad Raumtemperatur, denselben butterweichen Saftsack-Pop produzieren.

Kevin Parker wäre mit seinem Projekt Tame Impala so etwas wie die Speerspitze dieser Schlappis. Immerhin wird er für seinen stromlinienförmigen Soundtrack für Start-up-Cafés mit nie versiegenden Caffè-Latte-Brunnen fast ausnahmslos bejubelt. Auch das ist neu, dass man mit eingeschlafenen Füßen jetzt die Konzertsäle füllt. Dabei gibt es auch tolle Schlappsäcke…

Weiter lesen .. !

© DerStandard, Kultur, Musik, 28.2.2020

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.