„All und Alles“ hieß sein literarisches Hauptwerk. Er war Schriftsteller, Komponist, Choreograf, Esoteriker. Der griechisch-armenische Weisheits- und Künstlerguru Georg Iwanowitsch Gurdjieff (1866 – 1949) gilt als schillernde Persönlichkeit der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Von Daniel Guthmann

Der aus dem Kaukasus stammende Sohn eines reichen Viehbesitzers gründete Anfang der 20er-Jahre als Exilant eine esoterische Schule in einem alten Schloss, tief in einem Wald bei Paris. Seine Lehre der Selbsterkenntnis und seine Methoden faszinierten europäische und amerikanische Künstler und Intellektuelle. Der Architekt Frank Llyod Wright übte seine „Heiligen Tänze“ ebenso ein wie die Schriftstellerin Katherine Mansfield.

Bis heute hat der Charismatiker viele Schüler und Anhänger – und mindestens ebenso viele, die ihn für einen Scharlatan und seine Lehren für aufgeblasenen Unsinn halten.

© SWR 2, Feature, 11.12.2016

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