Die Berliner Liedermacherin Dota Kehr widmet der Lyrikerin Mascha Kaléko ein Album. Gäste darauf sind auch Konstatin Wecker und Hannes Wader. 

Von Gunda Bartels

Sei klug und halte dich an Wunder. Nichts anderes hat Dota – auch bekannt als Dota Kehr oder die Kleingeldprinzessin – getan. Es kann ja nur ein Zeichen sein, wenn einem ein wildfremder Mann nach dem Konzert einen Gedichtband schenkt, der diese Zeile als Titel trägt. So finden sich zwei Berlinerinnen, von denen die Ältere schon vier Jahre tot ist, als die Jüngere 1979 das Licht der Welt erblickt: Mascha Kaléko, Dichterin der Neuen Sachlichkeit und Jungstar der Großstadtlyrik der späten Weimarer Republik. Und die Liedermacherin Dota, die sich beim Durchblättern des Buchs sofort mit den Texten der 1938 ins Exil getriebenen und ursprünglich aus Galizien stammenden Jüdin anfreundet…

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© Der Tagesspiegel, Kultur, 12.4.2020

 

One comment

  1. die kleingeldprinzessin hat ja hier vor mehr als einem dutzend jahren im exhaus (wo ich 1983 ein konzert von sonic youth mit einverständnis der band vor 12 leuten aufnehmen durfte, mini-raum) gespielt, meine älteste (die mit ner kassette von ihr anrückte) als fan gewonnen und die in der folge dann mich. sooo großartig! die platte davor war ja schon in unser aller augen endlich der durchbruch (2 tracks bei aspekte unlängst 1 und 2). was den wenigsten bewusst ist: sie hat von den brasilianern gelernt und ihre musik hat eben genau diese leichtigkeit. ich oute mich also mal als großer fan, den sie mit den drei stücken, die ich bei mir zuhause verlinkt habe, zum niederknien bringt. HANNES WADER????? ich fass es nicht. unlängst den „snoid studios“ angedient – stellt sich raus, die ganze familie ist auch seit jahren hin und weg.

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