Im Jahr 1995 wurde das MP3-Format vorgestellt. Es revolutionierte das Musikgeschäft und brachte es fast zum Zusammenbruch. Von Christian Schachinger

Der 1877 von Thomas Alva Edison vorgestellte Phonograph als Nebenprodukt von Telegraf und Telefon war eine Revolution, weil damit erstmals akustisch-mechanische Tonaufnahmen möglich gemacht wurden. Von 1948 herauf explodierte nach den Schellacks mit der Einführung der Vinyl-Schallplatte der Markt für Tonträger hauptsächlich auch über die Entdeckung der Teenager als wohlstandsverwöhntes, kaufkräftiges und also schröpfbares Publikum. Sinatra, Elvis, Beatles, danke, danke, danke.

Ab den 1980er-Jahren kam mit ihrem weltweiten Siegeszug sowie der unfassbar großen Spange zwischen Herstellungskosten und Verkaufspreis die CD dazu. Ihre Absätze gingen vor allem in den frühen 1990er-Jahren durch die Decke. Danke, Tina Turner, danke, Phil Collins, danke, Michael Jackson. Im Gegensatz zu Konzernen wie Philipps, Columbia oder später Sony, die sowohl Tonträger produzierten als auch die dazugehörigen, jeweils neuesten und teuren Abspielgeräte war die allergrößte Innovation allerdings eine der hehren Wissenschaft und nicht des schnöden Gewinnstrebens…

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© Der Standart, Kultur, 24.7.2020

 

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