Auf ihn beziehen sich auch heute noch viele Jazz-Pianisten. Als hochsensibler, lineare Melodik mit impressionistischer Klangkultur verbindender romantische Gefühlstiefe und intellektuellen Scharfsinn vereinender Pianist ist Bill Evans nicht nur Modell, sondern auch Kultfigur. 

Mit Lothar Jänichen

Herbie Hancock, Keith Jarrett, Chick Corea und viele andere haben sich auf ihn bezogen. Er selbst bezog sich auf Lennie Tristano, auf den Impressionismus von Claude Debussy und Maurice Ravel. Nachdem der Pianist im Miles Davis-Quintett der modalen Phase seinen umfassenden Einfluss auf fast alle nachfolgenden Kollegen begründet hatte, führte der „leise Revolutionär“ das scheinbar längst fertig entwickelte Piano-Trio-Konzept zu einer neuen Form, indem der die starre Rollenverteilung von Solo und Begleitung aufhob. Er war ein Außenseiter, er konnte Partner sein, er hatte eine unerschöpfliche Phantasie und setzte neue Maßstäbe.

Achtung große Datei weil in FLAC ! http://xb4160.xb4.serverdomain.org/Musik/Tonart-Bill-Evans.flac

Ein Ärgernis ist, wie eigentlich immer, das fehlen einer Playlist. Vielleicht schreibt mal einer an den Hörerdienst, mich kennen sie schon …. und Antworten bekomme ich (fast) nie.

© Deutschlandfunk Kultur, Tonart Jazz, 15.9.2020

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