„Das Verlegerische geht nicht ohne das Künstlerische“, sagt Philipp Keel, der 2012 die Nachfolge seines verstorbenen Vaters als Leiter des Diogenes-Verlags antrat. Keel ist nicht nur Verleger, sondern auch Künstler, Autor und Fotograf.

Er studierte Musik und Film und lebte einige Jahre in Kalifornien, veröffentlichte eigene Bücher, die sich millionenfach verkauften, und seine Kunst wird regelmäßig in Galerien gezeigt. Die Mutter Künstlerin, der Vater Verleger. In Philipp Keels Elternhaus gingen Friedrich Dürrenmatt, Loriot und Federico Fellini ein und aus. Er selbst gab zunächst seiner künstlerischen Ader nach, drehte Filme, arbeitete in einer Werbeagentur und fotografierte, bevor er nach Zürich zurückkehrte und das Familienunternehmen übernahm. Seither pflegt er Kunst und Verlegertum. Hier wie da gilt nach Philipp Keel, den flüchtigen Augenblick zu fassen und dann einen langen Atem zu behalten. Seine Fotografien etwa bearbeitet er monatelang nach. Und im Verlag dauert es oft Jahre, bis aus einer Idee ein gedrucktes Buch wird.

© Deutschlandfunk, Zwischentöne , 01.10.2017

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