Der Mythos David Bowie fasziniert unverändert. Man denke nur an die Inszenierung seines Sterbens im Januar 2016: Bowie hatte seine Krebserkrankung verschwiegen und nur wenige Tage vor seinem Tod das grandiose Album Blackstar veröffentlicht. 

Das symbolüberfrachtete Video zum Titelsong wie auch die Selbstinszenierung des Künstlers als Sterbender in Lazarus waren atemberaubende Statements – die eindrucksvollste Protestgeste gegen den Skandal des Todes, seit Johnny Cash mit Hurt so souverän Abschied genommen hatte.

Das Ende der Existenz aber markiert in der Popmusik den Beginn des Nachlebens als Legende. Bowie hatte dabei noch einen Trumpf im Ärmel: Seine erste posthume Veröffentlichung, die weitgehend übersehene No-Plan-EP, enthielt mit When I Met You ein kolossal gutes Musikstück. Aus dem Grab gleichsam demonstrierte Bowie, warum er eines der größten Popgenies war….

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© der Freitag, Kultur, Bücher/Musik, 27.6.2020

Bowies Bücher: Literatur, die sein Leben veränderte John O’Connell Tino Hanekamp (Übers.), KiWi 2020, 384 S., 16 €

Bowie: Sternenstaub, Strahlenkanone und Tagträume Michael Allred Cross Cult 2020, 160 S., 35 €

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