Was tun die Putzfrauen in unseren Hotelzimmern? Schaffen sie Ordnung? Oder erschaffen sie nur eine Vision davon? Ist Ordnung etwa ein unmöglicher Zustand? Wieso ist Kleptomanie weiblich? Wieso wurden Frauen, die etwas besitzen wollten, aber es nicht bezahlen wollten oder konnten, nicht nur kriminalisiert, sondern auch gleich pathologisiert?

Und was geschieht in einem Onlineforum, wenn Sex zwar faktisch nicht möglich ist, aber immer mitgedacht wird? Darum drehen sich die drei Essays von Juliane Zöllner, Lilian Peter und Jonas Mölzer, den Gewinnern des diesjährigen Edit-Essay-Preises, die sich gegen über 200 Mitbewerber durchgesetzt haben. Drei sehr eigenwillige Zugriffe auf Themen, die so noch nicht unter Beobachtung standen. Kleine Essays, die geschickt das Persönliche mit dem Faktischen vermischen. Drei kurze Texte, die ihrem Namen alle Ehre machen: essayer, etwas ausprobieren.

© Bayern 2,Nachtstudio, 14.11.2017

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