Ankersmits körperlich und psychoakustisch erfahrbare Musik provoziert intensive Hörerlebnisse, die durch Haut und Knochen gehen. Nachdem er mit seinem Saxophon über viele Jahre hinweg Räume in Schwingungen versetzt hat, fokussiert sich der 1979 im Niederländischen Leiden geborene Thomas Ankersmit seit dem neuen Jahrtausend auf analoge Elektronik.

Er verwendet den in den frühen 1970er Jahren entwickelten modularen Serge Synthesizer, mit dem er, unterstützt durch computergenerierte Anwendungen, physikalische und psychoakustische Aspekte des Klanglichen erforscht. Dazu gehören tieffrequenter Infraschall, sowie otoakustische Phänomene – Klänge, den das Innenohr bei spezifischer Schallreizung produziert. Damit macht Ankersmit den Hörer zum aktiven Mitspieler seiner Musik

Direkter und spielerischer Zugriff auf das Klangmaterial

Ankersmits akusmatische Musik, die er in Form von Konzerten oder als Installation verwirklicht, zielt darüber hinaus auf haptische, skulpturale Beschaffenheiten des Klangs, und auf eine intensive Verknüpfung mit räumlichen und architektonischen Gegebenheiten. Thomas Ankersmit befasst sich mit der spezifischen Akustik von Orten und architektonischen Gegebenheiten – Verhältnisse, die die konkreten Ausarbeitungen seiner Kompositionen mitbestimmen.

© Deutschlandfunk Kultur, Neue Musik, 28.4.2020

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