Gustav Metzger, ein von den Nazis vertriebener Künstler, begründete Ende der 1950er-Jahre die Destruktionskunst. Um die Idee der Destruktion in der Kultur allgemein und die von ihm als „Auto-Destructive Art“ (ADA) titulierte Methode zu initiieren, veröffentlichte Metzger verschiedene Manifeste, die nicht nur über diese Kunstrichtung informierten, sondern auch eine Bewegung der autodestruktiven Kunst entfachen sollten.

 

Das Werk sich selbst überlassen – Der Künstler Gustav Metzger
Von Julian Doepp
Das Porträt umkreist sein Leben und Werk, ausgehend von Konzepten und Entwürfen, Manifesten und Assoziationen – und ist zugleich ein Reisebericht auf dem Weg zu einem Künstler, der sich nicht vereinnahmen lässt.

Zwischen ein paar Augenblicken und 20 Jahren kann es dauern, bis ein autodestruktives Kunstwerk sich zerstört hat – als Spiegel einer Gesellschaft, die durch Konsum, Naturzerstörung und Nuklearwaffen geprägt ist. Gustav Metzger kreierte dieses Konzept einer „Form der öffentlichen Kunst für Industriegesellschaften“ bereits Ende der 1950er Jahre, plante riesige Metallskulpturen, die durch mechanische Vorgänge auseinanderfallen, Gebilde, die durch Chemikalien, Rost oder Verwesung zersetzt werden. Und obwohl die meisten seiner Arbeiten bis heute nur als Entwurf existieren, ist sein Einfluss kaum zu überschätzen. // Mit Katja Schild, Detlef Kügow, Peter Weiß / Realisation: Julian Doepp / BR 2008

Destruktionskunst – Destruction In Art 1

Destruktionskunst – Destruction In Art 2

© Bayern 2, hör!spiel!art.mix, 15.6.2018

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