Als Joachim Kühn am 15. März 1944 in Leipzig als Sohn einer Mutter mit jüdischen Wurzeln und eines Zirkusakrobaten mit Auftrittsverbot, zur Welt kommt, hat er Glück: die Kühns entkommen sowohl den Nazis wie auch den alliierten Bomben.

Mit Stefan Hentz

In der DDR wächst Joachim heran als der jüngere Bruder des Jazzklarinettisten Rolf Kühn, lernt Klavier und lässt sich vom Jazz infizieren. Gerade noch rechtzeitig übersteigt er den Eisernen Vorhang, wird selbst zu einem gefeierten Star des internationalen Jazz, und während seine Musik zwischen der Emphase des modalen Jazz, der Ekstase des Free Jazz und dem körperlichen Wumms des Rockjazz oszilliert, zieht er immer weiter: von Leipzig nach Hamburg nach Paris nach New York nach Los Angeles nach Paris. Irgendwann hatte Kühn genug vom Jazz der Metropolen und verlegte seinen Lebensmittelpunkt ins Mittelmeer, nach Ibiza, wo aus er regelmäßig aufs Festland kommen kann und es zugleich nicht mehr weit hat bis zu den faszinierenden Klängen des Kontinents Afrika. In WDR 3 Jazz & World gratuliert Stefan Hentz dem Pianisten leicht verspätet zum 75. Geburtstag.

Joachim Kühn Trio
WDR-Mitschnitt vom Jazzfestival Viersen 1988

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© WDR 3, Jazz & World,

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