Bislang komponierte der Pianist Benjamin Schaefer vor allem für kleine Bands und spielte in Kammerbesetzungen. Nun hat er erstmals mit einem Jazzorchester gearbeitet. Hive Mind – Schwarmbewusstsein – so nennt Benjamin Schaefer sein aktuelles Projekt.

Von Thomas Loewner

Nachdem er in den vergangenen Jahren mit seinem eigenen Trio und dem Quartett Expressway Sketches die musikalische Kommunikation der kurzen Wege praktiziert hatte, wagte er sich nun auf neues Terrain vor. Für die Aufnahmen der neuen CD stellte der Pianist und Komponist eine 17-köpfige Big Band zusammen. Sein Ziel war es, die Flexibilität einer Combo in den Kontext eines großen Ensembles zu übertragen. Als Inspiration diente ihm die Natur: Ähnlich dem Verhalten von Vogel- oder Bienenschwärmen strebt Benjamin Schaefer auch im Orchester einen ständigen Rollenwechsel aller Beteiligten an. Jeder Musiker ist potenziell Führender und Folgender. Auch gibt es keine klare Trennung zwischen improvisierten und komponierten Passagen. Hive Mind ist somit ein ständiger Drahtseilakt zwischen Freiheit und Disziplin. Benjamin Schaefer und seine Big Band haben ihn gemeinsam gemeistert.

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© Deutschlandfunk, Jazzfacts, 14.2.2019

 

 

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