Das Filter: Wochenend-Walkman vom 3.6.2017 mit Session Victim, Forest Swords und Photek

Session Victim – Listen To Your Heart

13 Tracks, die konsequent den Weg weiter gehen, der schon in den Jahren zuvor eingeschlagen wurde. Jazz, Funk, Soul, House, Disco, Sampling, Dancefloor, aber auch die Party im Kopf sind die Koordinaten, die bespielt werden und das mit einer Souveränität und Nonchalance, dass einem ganz schwindelig wird. Ziemlich wunderbar.

 

Forest Swords – Compassion

Was hier digital oder analog, maschinell oder organisch ist, lässt sich beim besten Willen nicht entflechten. Wozu auch? Selbst in Sachen Lyrics bleibt die Konkretisierung aus. Zwar tragen Stimmen die Platte entscheidend mit, doch die Gesangsschnipsel und Versatzstücke lassen zumeist keinerlei textliche Interpretation zu. Die Stimme als Instrument hat es oft gegeben, aber selten so gekonnt wie hier. Ach, schon wieder rum die 50 Minuten.

 

Photek – T’Raenon

Die Rille ist so gut wie weggeputzt. Es ist ein smoother Rupert Parkes, den wir hier treffen. Der Track selbst ist verhaltender Breakbeat, der aber wiederum so abstrahiert und minimalisiert daherkommt, dass Jazz wohl besser passt. Das Sound Design drum herum ist jedoch alles andere als abstrahiert minimalisiert. In vollen Zügen gibt sich Parkes der Melancholie hin und tut das, was ihm immer am besten stand: Er lässt die Zeit stillstehen. Der Breakbeat ist fast nur noch Alibi, auf der B-Seite regieren die sanft pulsenden Bassdrums einer längst vergessenen Epoche. Eine von diesen Platten, die einen daran erinnert, warum Dance Music immer noch so wichtig ist.

© Das Filter,Wochenend-Walkman,

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