Er zeigt sich als klangsensibler Feingeist und als Freund einer raueren Gangart, pflegt lyrischen Jazz genauso wie brodelnde Fusion-Musik – und noch einiges mehr. Der Pianist Alan Pasqua ist ein Mann für viele Fälle.

Von Karsten Mützelfeldt

Vielseitigkeit, Präzision, Einfühlungsvermögen – das sind unabdingbare Voraussetzungen für einen Studiomusiker. Doch Pasqua, versiert in unterschiedlichsten Ausdrucksformen, ist nicht nur eine verlässliche Größe im Dienstleistungsgewerbe der Studios. Ihn zeichnet darüber hinaus das aus, was von den Individualkünstlern des Jazz erwartet wird: die viel zitierte eigene Handschrift. Nach frühen Band-Stationen bei Tony Williams, Bob Dylan und Carlos Santana nahm er erst mit Anfang 40 sein Debüt auf. Seitdem hat Alan Pasqua mit Postbop, Kammerjazz und elektronisch geprägtem Jazzrock gleichermaßen überzeugen können. Zudem glänzt er als Pianist des feinsinnigen Trios von Peter Erskine. Mit ihm, dem Arrangeur Vince Mendoza und der WDR Big Band gab er jüngst eines seiner seltenen Gastspiele in Deutschland.

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© Deutschlandfunk, Jazzfacts, 22.3.2018

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