Für das Black Art Jazz Collective, ein Querschnitt der wichtigsten Protagonisten des zeitgenössischen amerikanischen Jazz (besonderes Merkmal: Black!) gibt es ein simples Ziel, das so politisch wie nachvollziehbar ist: Eine kreative Plattform für afroamerikanische Künstler ihrer Generation zu schaffen.

Das BAJC orientiert sich dabei an ähnlichen geistesverwandten Gruppen aus der Jazzgeschichte. Als eines der prominentesten Vorbilder wären hier die Jazz Messengers von Art Blakey zu nennen, die von den 1940er bis in die 1960er Jahre eine Ära des Hardbop mit unbegrenzter Vitalität, Kraft und Kreativität prägten. Ihre designierten Nachfolger verfolgen heute klar dasselbe Ziel: ihre beeindruckenden technischen und kompositorischen Fähigkeiten ins rechte Licht zu rücken und dabei gleichzeitig als geschlossene Einheit – also als Kollektiv – zu überzeugen. Dabei verzichten der Tenorsaxofonist Wayne Escoffery, der Trompeter Jeremy Pelt, der Posaunist James Burton III, der Pianist Xavier Davis, der Bassist Corcoran Holt und Drummer Johnathan Blake ganz bewusst auf einen echten Leader und kredenzen kompromisslos demokratisch modernen Jazz, der swingt und groovt und die schwarze Jazzgeschichte aufleben lässt. Ein Highlight im Neuburger Jazzherbst.©Text: BirdlandRadioJazzfestival, 2019

Black Art Jazz Collective

Mit Wayne Escoffery: Saxophon
Jeremy Pelt: Trompete
James Burton III: Posaune
Corcoran Holt: Kontrabass
Xavier Davis: Klavier
Mark Whitfield Jr.: Schlagzeug

Live-Aufnahme vom 25. Oktober 2019 im Jazzclub Birdland, Neuburg an der Donau
Moderation und Auswahl: Roland Spiegel

Black Art Jazz Collective: “Salvador de Bahia” (Xavier Davis)
Black Art Jazz Collective: “Awuraa Aimee“ (Xavier Davis)
Black Art Jazz Collective: “And there she was, lovely as ever“ (Xavier Davis)
Black Art Jazz Collective: ”When will we learn” (Xavier Davis)

© BRKlassik, Jazztime, 30.12.2019

 

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