Dirigent Vladimir Jurowski ist dem Komponisten Georg Katzer sehr verbunden. Katzer – ein Komponist, der gesellschaftliches Leben in der DDR kritisch reflektierte. Werke von Sebastian Stier, Lutz Glandien und Georg Katzer.

Er war den Menschen zugewandt, er vertiefte sich gern in Gespräche. Georg Katzer, der sich in seiner Musik regelmäßig politisch positionierte. Da die Regierung die Musikszene kaum beobachtete – oder verstand, blieb er unbehelligt.

Er wurde 1935 in Schlesien geboren und war einer der letzten „Meisterschüler“ des großen Hanns Eisler an der Ostberliner Akademie der Künste und galt als Musiker der DDR, der in der westdeutschen Musikszene kaum wahrgenommen wurde.

Neue Zeiten – neues Verständnis

Das änderte sich nach dem Herbst 1989. Dafür sorgte auch Dirigent Vladimir Jurowski, der seine Werke immer wieder aufs Programm setzte. 2019 starb er im Alter von 84 Jahren. In diesem Konzert werden einige seiner Werke vorgestellt, die vor allem nach der Maueröffnung 1989 entstanden, gepaart mit einer Uraufführung von Sebastian Stier, der sich auch im Interview zu seinem neuen Werk äußert. Weiterhin im Programm – ein Werk von Lutz Glandien ‚und waar es noch still‘, Musik, die die Zwischenzeit thematisiert. 


http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/ensemble-unitedberlin-Katzer-Glandien-_ 26_10_2020.mp3

Aufzeichnung des Konzertes vom 26. Oktober 2020 im Werner-Otto-Saal im Konzerthaus Berlin

Georg Katzer
„Mon 1789“, Radiokomposition (1989)

Sebastian Stier
‚sowohl als auch‘ (Uraufführung)

Lutz Glandien
„und war es noch still“ für elf Instrumente (1989)

Georg Katzer
„Mein 1989“, Radiokomposition (1990)

Georg Katzer
„Godot kommt doch, geht aber wieder“ für Kammerensemble (2000)

ensemble unitedberlin
Leitung: Vladimir Jurowski

© Deutschlandfunk Kultur, Konzert, 26.11.2020

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