Die Musik von György Ligeti steht im Zentrum des diesjährigen Musikfests der Alten Oper Frankfurt. Neben Ligetis Klavierkonzert sind im Konzert mit dem Ensemble Modern zeitgenössische Referenzen an Ligetis Ästhetik zu hören: Werke von Unsuk Chin, Felipe Lara und Michael Pelzel.

Musik, die nicht den Gesetzen der Schwerkraft zu gehorchen scheint; Klänge, die einen gewaltigen Sog entfalten und den Hörer in ihren Bann ziehen: Von seinem epochalen Orchesterwerk „Atmosphères“ ausgehend, steht die Musik György Ligetis im Mittelpunkt des Musikfests 2018 der Alten Oper Frankfurt. Im Konzert mit dem Ensemble Modern ist Ligetis Klavierkonzert zu hören und daneben Stücke, die auf verschiedene Weise mit dem 2006 gestorbenen Komponisten in Verbindung stehen. Die Werke von Michael Pelzel und Felipe Lara, beide Uraufführungen, sind zeitgemäße Näherungen an die Ästhetik Ligetis: an die reiche Farbigkeit und die rhythmische Dichte seiner Musik. Mit dem Stück von Unsuk Chin ist wiederum Musik von einer der wenigen Schülerinnen Ligetis zu hören: eine Szene, die ein südkoreanisches Straßentheater zum Vorbild hat.

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Musikfest Atmosphères

Dirk Kaftan, Leitung
Ueli Wiget, Klavier

Michael Pelzel: Chromosphères in memoriam György Ligeti (2018) (UA)
Unsuk Chin: Gougalon – Szenen aus einem Straßentheater (2009/2011)
Felipe Lara: Brutal Mirrors, Auftrag der Koussevitzky Foundation (2018) (UA)
György Ligeti: Konzert für Klavier und Orchester (1985-88)

(Aufnahme vom 20. September 2018 aus dem Mozart Saal)

© HR 2, Konzerstaal, 15.11.2018

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