„Ein Seetier iss, o Ossi, reite es nie!“ Diese Anweisung gilt auch für Wessis, vor allem dann, wenn es sich – wie hier – um Palindrome handelt. Und aus solchen besteht dieses Konzert, das wir zum 60. Geburtstag des Pianisten Steffen Schleiermacher wiederholen.

Wer „von hinten wie von vorne A-N-N-A“ ist, der hat, wie schon Kurt Schwitters wusste, die Ehre, ein Palindrom zu sein. Auch Otto darf sich freuen, und mit ihm alle Rentner. Wer seinen Durst mit Hilfe eines Retsinakanisters stillt, ebenfalls. An diesem Gefäß haben sich auch viele Komponisten gelabt, spielt doch das Palindrom in der Musik eine wichtige Rolle.

Aufzeichnung vom 8. Juni 2011 im Gewandhaus Leipzig, Mendelssohn-Saal

György Ligeti
Vorspiel zur Oper „Le Grand Macabre“ für zwölf Autohupen

Paul Hindemith
Präludium aus „Ludus tonalis“ für Klavier

Giacinto Scelsi
„Hyxos“ für Flöte und Schlagzeug

Anton Webern
Variationen für Klavier op. 27

George Crumb
„Madrigals, Book IV“ für Stimme und vier Instrumente

Steffen Schleiermacher
„Lîla“ für Klavier

Guillaume de Machaut
Rondeau „Ma fin est mon commencement“, für Sopran und Ensemble gesetzt von Steffen Schleiermacher

Giacinto Scelsi
„Dithome“ aus „Trilogia. Die drei Lebensalter des Menschen“ für Violoncello solo

Paul Hindemith
Postludium aus „Ludus tonalis“ für Klavier

György Ligeti
Vorspiel zur Oper „Le Grand Macabre“ für zwölf Autohupen

Olivia Stahn, Sopran
Christian Giger, Violoncello
Ensemble Avantgarde
Leitung, Klavier und Moderation: Steffen Schleiermacher

© Deutschlandfunk Kultur, Konzert, 7.5.2020

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