Mensch trifft Elektronik – ein Thema, das seit 50 Jahren nichts von seiner Popularität verloren hat. Entwicklung und Umsetzung bleiben bis heute spannend!

Der Titel von Karlheinz Stockhausens erstem Werk für Musiker und Elektronik bezieht sich auf den Moment des “Kontakts“ zwischen den Live-Performern und den elektronischen Klängen vom Band, bestehend aus Schlagzeugklängen, die mit elektronischen Mitteln verändert wurden. Sie verflechten sich mit den Instrumentalparts und erzeugen in sechs “Momenten“ eine wilde Vielfalt an Texturen und Klangfarben. Kagel dagegen arbeitet in “Transición II“ mit zwei Schichten (einer elektronischen und einer Live-Performance), die beide aus Klavier- und Schlagzeugelementen bestehen und die eine dritte Schicht bilden, sobald die Live-Instrumentalisten mit den elektronisch bearbeiteten Klängen interagieren. 50 Jahre später beschäftigen sich Vassos Nicolaou und Jan St. Werner mit dem gleichen Instrumentarium, aber mit technisch und künstlerisch völlig neuen Mitteln.

Karlheinz Stockhausen
Kontakte (1959-60) für elektronische Klänge, Klavier und Schlagzeug

Mauricio Kagel
Transición II (1958-59) für Klavier, Schlagzeug und Tonband

Vassos Nicolaou
Centrifugal (2018) für Klavier und Live-Elektronik Kompositionsauftrag des WDR UA

Jan St. Werner
central spark in the dark (2018) für Schlagzeug und Elektronik Kompositionsauftrag des WDR UA

Pierre-Laurent Aimard – Klavier
Dirk Rothbrust – Schlagzeug
Klangregie: Marco Stroppa

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