Das bürgerliche Musikmöbel des Klaviers wird in der Musik des 20. Jahrhunderts gründlich entstaubt. Sowohl durch die Hand von Komponisten, als auch durch die der Pianisten. Auch der junge Pianist Martin Klett erkundet das Klavier neu, um ihm klangmagische Welten zu entlocken.

Mit Hans Jürgen von der Wense stellt Martin Klett einen Shooting Star der frühen „Donaueschinger Kammermusikaufführungen zur Förderung zeitgenössischer Tonkunst“ vor. Nach einigen wenigen Radikalwerken verstummte von der Wense in den 1920er-Jahren kompositorisch, um sich fortan nur noch dem Schreiben, Wandern und ausgestorbenen Sprachen zu widmen.

 

 

Hans Jürgen von der Wense: Musik für Klavier I-V (1915)

Christian Schulteisz liest aus seinem Romanmanuskript „Wense“

Hans Jürgen von der Wense: Musik für Klavier Nr. 13 (für Walter Spies)

Claude Debussy: Préludes Premier Livre
Voiles (… II)
Les sons et les parfums tournent dans l’air du soir (… IV)
La cathédrale engloutie (… X)
Minstrels (… XII)

Martin Klett (Klavier)

(Konzert vom 3. Mai im Strawinsky Saal, Donauhallen, Donaueschingen)

© SWR 2, JetztMusik, 27.6.2018

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