Der Erfolg von Duke Ellington beruhte stets auch darauf, dass er in seiner Band hervorragende Solisten versammelte, die im typischen EllingtonSound ihre persönlichen Marken setzten. Zu den herausragenden unter ihnen gehörte der Trompeter Cootie Williams.

Mit Hans W. Ewert

Zweimal, von 19291940 und von 1962 bis zu Ellingtons Tod 1974, gehörte Charles Melvin Williams (19111985) zur Stammbesetzung. Als Nachfolger von Bubber Miley verfeinerte er dessen Vokabular von Dämpfertechniken auf der gestopften Trompete, beeindruckte jedoch auch im offenen Spiel. 1940 verließ Williams das Ellington-Orchester, um einen besser bezahlten Job bei Benny Goodman anzunehmen. Nach einem Jahr gründete er eine eigene Bigband zu gründen, in der u.a. Charlie Parker oder Bud Powell von sich reden machten. Williams selbst schlug eine andere Richtung ein, und verkleinerte das Orchester zu einem Sextett, mit dem er lange Zeit im Savoy Ballroom einen groovenden Rhythm & Blues spielte. Der Belastung als Bandleader immer weniger gewachsen, kehrte Cootie Williams 1962 zum Ellington-Orchester zurück.

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© WDR 3, Jazz & World, 4.3.2019

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