Für seine Musik hatte Jay McShann eine simple Metapher: „Viele kleine Flüsse münden in den großen Strom. Diesen Fluss nennt man den Mississippi – und irgendwann fragt sich niemand mehr, wie die kleinen alle hießen.“

Mit Karl Lippegaus

Der joviale und unverwüstliche Pianist aus Muskogee/Oklahoma leitete eine der swingendsten Bigbands im ganzen Mittleren Westen und sein herausragender Solist war der junge Charlie Parker. Der gute Ruf des Orchesters verbreitete sich bis nach New York, als die Jay McShann Band 1942 einen Riesenhit mit „Confessin‘ The Blues“ landete. Über eine halbe Million mal verkaufte sich die Platte. In den 50er-Jahren lebte McShann, der auch ein respektabler Sänger war, im Mittleren Westen und trat nur noch selten in New York auf, bis er durch zwei Atlantic-Alben mit dem Gitarristen John Scofield ein Comeback hatte.

Der von Clint Eastwood produzierte Dokumentarfilm „Piano Blues“ ist eine hinreißende Hommage an Jay McShann sowie an seine Freunde Count Basie und Joe Turner.


© Deutschlandfunk, Milesstones, 29.1.2017

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.