Compilation zum Postpunk „Hypnotische Schleifen zum Tanzen“

Soul Jazz Records zeigen mit dem Sampler „Two Synths A Guitar (And) A Drum Machine. Post Punk Dance #1“ die Bandbreite des Genres Postpunk. Von Jens Uthoff.

Zwei Synthesizer, eine Gitarre, eine Rhythmusmaschine: Mehr brauchte es in der Zeit des frühen Postpunk oft nicht, um neue Sounds und Songs zu kreieren. Von Großbritannien breitete sich ab Ende der 1970er Jahre jene extrem freie, oft minimalistische Form unkonventioneller Popmusik aus, über die Simon Reynolds, Musikautor und Experte für jene Ära, einmal schrieb: „Postpunk bezeichnet weniger ein Genre als vielmehr einen Möglichkeitsraum, aus dem sich ein breites Spektrum an Stilen entwickelte“.

Die stilistische Vielfalt bildet sich auch auf diesem Sampler ab. New Fries etwa knüpfen da an, wo das britische Avantgardekollektiv The Flying Lizards Mitte der 1980er aufgehört hat. In seinem Song „Lily“ (2020) verbindet das Quartett aus Toronto Offbeat-Drums mit repetitiven Krautrock-Gitarren und Spoken Word und erzeugt so hypnotische Schleifen, aus denen man erst nach gut sechs Minuten schwummrig und glücklich zugleich entlassen wird.

© TAZ, Kultur, Musik, 30.3.2021

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: