Wer Erika Stucky je beim Performen erlebt hat, wird sie nie mehr einfach als Sängerin bezeichnen. Mit ganzem Körpereinsatz schauspielert sie, erzählt Geschichten, sie singt, spielt Akkordeon, jodelt – und zeigt selbst gedrehte Super 8 Filme, in denen sie eine schrille Parallelwelt inszeniert. Von Annina Salis

In diesem Kaleidoskop kultiviert Stucky die Reduktion. Einer von vielen scheinbaren Widersprüchen. Die Endfünfzigerin ist zwischen San Francisco und einem Walliser Dorf aufgewachsen und hat früh gelernt, ihre extrovertierte Seite mit der ländlichen zweiten Heimat zu versöhnen. Das ermöglichte ihr eine bemerkenswerte innere Freiheit. Und ein einzigartiges musikalisches Vokabular: Singer/Songwriter, Jazz und Blues tanzen mit urtümlicher Folklore und Jodel, und dabei geht es weniger darum, zu provozieren. Erika Stucky mutet ihrem Publikum sich selbst zu und lässt es dabei ganz nah rankommen.

https://podcasts.srf.ch/world/audio/Passage_18-09-2020-2000.1600457582765.mp3

© SRF 2, Passage, 18.9.2020

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.