Clara Haskil (1895-1960) begann ihre Karriere zwar als Wunderkind, aber internationalen Ruhm erreichte die in Rumänien geborene Pianistin, die ab 1942 in Vevey lebte und das Schweizer Bürgerrecht bekam, erst mit über 50. Von Andreas Müller-Crepon

In ihrer Jugend eine Virtuosin des grossen romantischen Repertoires von Brahms bis Balakirev, wurde sie in den 1950er Jahren als überragende Mozart-Interpretin gefeiert und verehrt. Schwere Krankheiten, Flucht vor den Nazis und Exil ertrug und überwand sie zum Erstaunen ihrer Zeitgenossen mit grosser geistiger Kraft. Ihr Kollege Dinu Lipatti nannte Clara Haskil eine «Prinzessin der Musik» – sie selbst blieb jedoch ihre härteste Kritikerin und notierte nach vielen Konzerten nur «sehr schlecht gespielt» in ihr Tagebuch.

(c) SRF 2, Sommer Reprise, 31.7.2020

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