Erfinder des Bebops, wirbliger Virtuose, genialer Erneuerer – Charlie Parker ist ein Held, aber ein tragischer: Weil er in der Musik zwar allen überlegen ist, den Kampf gegen seine inneren Dämonen aber kläglich verliert.

Am Anfang seiner Sucht steht ein Autounfall und eine anschliessende Schmerzbehandlung mit Morphium. Am Anfang seiner kometenhafen Karriere steht eine öffentliche Demütigung an einer Jam Session – worauf sich Charlie Parker einige Monate zurückgezogen haben soll um danach, wie ein Phönix aus der Asche, allen zu zeigen wo der Bebop-Gott hockt.

Parker selber relativiert die Mythenbildung und berichtet, er habe einfach drei bis vier Jahre 11 bis 15 Stunden täglich geübt. Was das heisst für einen Saxophonisten, was das Genie und die Hinterlassenschaft Charlie Parkers bedeuten auch noch 100 Jahre nach seiner Geburt, das diskutiert der Saxophonist Romano Ricchiardi in der Jazz Collection mit Jodok Hess.

© SRF 2, Jazz Collection, 25.8.2020

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