Am 5. April starb der amerikanische Pianist Cecil Taylor im Alter von 89 Jahren. Er prägte wie kein anderer die Entwicklung des Jazz, verschmolz seine kompositorische Strategie mit energiegeladener freier Improvisation zu einzigartigen Konzerterlebnissen.

Mit Harry Lachner

Am 12. Februar 1999 kam es zu einer Begegnung des brillanten Technikers Cecil Taylor mit dem Geiger Mat Maneri, Sohn des Saxofonisten Joe Maneri. Vater und Sohn Maneri verfolgen ein für das westliche Tonsystem besonderes Konzept: ähnlich wie einige Komponisten der klassischen Avantgarde – etwa Harry Partchoder Alois Haba – unterteilten sie die Oktave nicht wie üblich in zwölf Halbtöne sondern in 72. Vater Joe Maneri unterrichtete den Sohn von Anfang an in diesem System und eröffnete ihm so eine Welt der unendlichen Differenzierung des Tons. Im Anschluss an das Konzert von Taylor und Mat Maneri präsentiert das Porträt dieser mikrotonalen Familienbande Aufnahmen, in denen sie gemeinsame und getrennte Wege der Improvisation beschreiten.


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© WDR 3, Jazz & World, 25.5.2018

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