Ehrlich, bis zu dieser CD kannte ich Benjamin Koppel überhaupt nicht. Aber die Namen, die mit auf dieser Doppel CD stehen ließen mich allerdings aufhorchen. Jack DeJohnette und Kenny Werner, das sind wahrlich keine Unbekannten. Ich war sehr gespannt auf das, was ich da hören würde.

Benjamin Koppel Foto: RobinSkjoldborg

Basis dieses langjährigen Projektes ist die Freundschaft zwischen Benjamin Koppel und Kenny Werner. Ob im Duo oder in vielen anderen Konstellationen, die Achse dieser Arbeit blieb mit Werner und Koppel bestehen. Aus dem großen Pool an Musikern, mit denen sie alle schon gespielt haben, kristallisierte sich 2018/2019 ein Quartett heraus. Das sind Peter Erskin am Schlagzeug und Scott Colley am Bass. Mit all ihren Erfahrungen und ihrer Spielpraxis ist der Bandname The Art of The Quartett nur folgerichtig. Hier haben sie beschlossen, zusammenzukommen und das Potential der klassischen Jazzquartett-Formation in all ihren Feinheiten zu erforschen. Und das ist wahrlich mehr als gelungen. Entgegen den Live-Auftritten spielt auf der CD Jack DeJohnette das Schlagzeug.


Der aufmerksame Jazzfan wird jetzt fragen: Was ist mit Peter Erskin? Der ja in der ersten Besetzung von 2018/19 mit dabei war. Ich habe darüber nichts gefunden. Bin aber sehr neugierig es zu erfahren.

The Art of the Quartet (2 CDs)
Benjamin Koppel – Alt-Saxophon
Kenny Werner – Klavier
Scott Colley – Bass
Jack DeJohnette – Schlagzeug

Um es gleich vorweg zu sagen. Es ist einfach herrlich Jack DeJohnette am Schlagzeug zu hören. Hier verbindet sich alles auf eine wunderbare Weise. Kenny Werner am Klavier, Scott Colley am Bass und Benjamin Koppel am Altsaxofon. Interaktion auf allerhöchsten Niveau, tolle Melodien, dazu noch hervorragend aufgenommen. Ich werde nicht müde diese Musik zu hören!
Das ist das Ergebnis einer Geschichte, die sich über viele Jahre entwickelt hat und die jetzt hier nach zu hören ist. Schön, dass es noch solche Geschichten gibt, und wie sich dann alles zum rechten Zeitpunkt zusammenfügt. Jazzmusik von heute, basierend auf der Tradition und frei und offen für neues.

Zeitgleich erscheint von Benjamin Koppel „The Ultimate Soul & Jazz Revue“ welche aber hier nicht besprochen wird, was aber nur meiner begrenzten Zeit geschuldet ist. Die Besetzung ist hervorragend und was ich gehört habe war großartig!

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