Frischer melodischer Bigband-Jazz aus Norwegen. Irgendwo zwischen Jazz und Rock und manchmal haarscharf am Pop vorbei. Natürlich klingt die Norwegische Folklore auch mit durch und diese Mischung macht den Reiz dieser Musik aus.

Es ist schon verrückt, dass gerade wieder viele neue Orchester oder größere Bänds entstehen.
Das neuste Beispiel ist das „Orchestra of Jazz Composers in Oslo“ kurz OJKOS.
Der Posaunist und Komponist Andreas Rotevatn hatte im Frühjahr 2018 die Idee,
4 weitere Musikerfreunde fanden diese gut und so wurden später 16 weitere Musiker gefunden.
Im Oktober des gleichen Jahres gaben sie ihr erstes Konzert in der Victoria Nasjonal Jazzscene.

Für Andreas Rotevatn als Komponist ist das natürlich eine große Herausforderung für so viele Stimmen zu schreiben.
Seine Inspirationsquellen sind Igor Strawinsky und Gustav Holst von der klassischen Seite.
Natürlich Miles Davis und Gil Evans, sowie Duke Ellington, aber auch Steve Reich.
Der Jazzrock von Camel, Quincy Jones und Daft Punk sowie Avicii.
Das ist eine rießige Bandbreite. Alle diese Einflüsse zu finden, zu hören ist ein großer Spass.
Beispiel: der Beginn von „It’s West African Time“ ist Steve Reich.
Oder es gibt Spielanweisungen wie: „Elegi Karmosin“ OJKOS Trompeter sollen „Spielen, als ob Sie alte russische Frauen in der kalten Tundra sind“. Das sind sehr offene Konzepte wie sie hier verfolgt werden.
In neueren Publikationen ist zu lesen, dass jeden Monat ein anderes Mitglieder von OJKOS Stücke schreibt, welche dann von allen gespielt und diskutiert werden, bevor dieses dann in der Nasjonal Jazzscene in Oslo uraufgeführt werden.

Das Orchester besteht aus 14 Komponisten und Interpreten, die musikalische Einflüsse teilen, die so breit sind wie der Third-Stream-Jazz, europäische zeitgenössische Musik, norwegische Volksmusik und nordischer Jazz.

svsradio.com

Hier ist viel Bewegung drin, das spürt man auch in der Musik.
Das alles hat einen guten Groove und mit jedem Hören entdeckt man weitere Facetten und Nuancen. Bei allen Ideen und Inspirationen ist die Musik nie verkopft, sondern lebendig und farbenfroh.
Ich bin sehr gesapnnt wie es bei OJKOS musikalisch weitergeht.

1.Innsegling
2.Breidablik 1
3.Breidablik 2
4.Elegi Karmosin
5.It’s South African Time
6.It’s West African Time
7.Dikt til H
8.The Khorovod Prayer
9.Helter Skelter
10.Snow in Treschow
Tracklist

releases May 29, 2020 / ON BANDCAMP 21.8.2020

Henriette H. Eilertsen: Flute (solo on track 9/10)
Rakel E. Paulsen: Flute
Marie Rotevatn: Clarinet / Bass clarinet
Tina L. Olsen: Baritone sax
Richard Köster: Trumpet (solo on track 5)
Jakob E. Myhre: Trumpet(solo on tracks 7/8)
Lyder Ø. Røed: Trumpet (solo on track 4)
Johannes F. Solvang: Trombone
Andreas Rotevatn: Trombone (solo on tracks 1/6/8)
Steffen Granly: Tuba
Kristoffer Håvik: Rhodes / Moog (solo on track 3)
Arne Martin Nybo: Guitar
Mike McCormick: Guitar / Laptop (laptop on track 9)
Alexander Hoholm: Bass
Knut K. Nesheim: Vibraphone / Percussion
Henrik Lødøen: Drums

Composed by: Andreas Rotevatn
Produced and mixed by: Andreas Rotevatn
Mastered by: Morgan Nicolaisen

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.