CD TIPP: Kama Aina & Hochzeitskapelle: Wayfaring Suite / Gutfeeling/Broken Silence

Üblicherweise machen die Weilheimer Acher-Brüder mit smartem, von ausgetüftelter Electronica unterlegtem Indie-Pop (The Notwist), ebenfalls elektronisch grundierten Jazz-Experimenten (Tied & Tickled Trio) und ähnlichen Klang-Expeditionen von sich reden. Noch relativ neu im Portfolio des stetig wachsenden Weilheimer Musikuniversums ist die Hochzeitskapelle.

Für die sich Markus und Michael Acher gemeinsam mit einigen Gefährtinnen und Gefährten im Instrumentenfundus der Blasmusik bedienen, erklärt Andreas Schäfler in der taz. Geschunkelt und geschuhplattlert wird dennoch nicht, verschrieben hat man sich dem verschrobenen Eigensinn: Die mancherorts zu lesende Bezeichnung „Rumpeljazz“ könne man schon gelten lassen, „wenn man Jazz beim Wort nimmt, wie es ursprünglich mal gemeint war: Als Synonym für Speed, also für TempoTumultund anderes Teufelszeug.

Aber Jazz ohne jeden Virtuosenstress, die Hochzeitskapelle mag es ganz gern gemächlich und schwelgt in behaglichen Refrains. Bayerisch ist hier allenfalls die gelassene Haltung, mit der das reiselustige Repertoire gespielt wird: leicht untertourig, betont obergärig, gekonnt austariert. Hier sind keine wirklich alten, aber durchaus erfahrene Hasen am Werk und nicht etwa Zirkuspferde.“  © Text: Efeu / Perlentaucher

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.