Jac Berrocal, mittlerweile 73(!), spielt Trompete und singt. Naja, es ist eher sein sehr eigener Sprechgesang, aber damit kann er sich durchaus mit Phil Minton messen. Doch das passt nicht so recht. Meine erste Begegnung mit seiner Musik war „Catalogue“ und die Platte war „Penetration“von 1982. Das ist auch noch heute eine meiner Lieblingsplatten, weil auch der Schock dieser Musik so nachhaltig war.

Seine exaltierte Stimme, mal schreiend, mal flüsternd, mit einer ungeheuren Wucht. Die verzerrten Gitarrenklänge von Jean-Francois Pauvros und Gilbert Artman am Schlagzeug. Da war die Energie des Punk, verbunden mit der Freiheit des Jazz und dem Rhythmus des Rock’n Roll.

Und das zeichnet seine Musik noch heute aus. Zwischen allen Stühlen, Genres, Schubladen ist er mit seiner Musik unterwegs. Immer noch unangepasst, immer noch neugierig und noch immer hat seine Musik etwas von Anarchie.

Mit „Ice Exposure“ klingt auch die Zeit von Catalogue ein wenig an. Natürlich ist die Musik auch im Hier und Jetzt angekommen. Diverse Effekte wie Field Recordings, eine gute Portion an elektronischen Spielereien bereichern die ruhig fließende Musik. Natürlich gibt es die eine oder andere Verunsicherung, der Rock’n Roller ist immer noch da. Oder ist es der Punk? Seine vielen Arbeiten mit verschiedensten Musikern halten seine Musik frisch.

Die Vielfalt der verschiedenen Einflüsse spiegelt sich in einzelnen Titeln wieder, keiner gleicht dem anderen und so macht sie es einem leicht, die Musik öft zu hören. Und überhaupt ist sehr lohnend sich mit Jac Berrocal und seinen verschiedenen Veröffentlichungen zu beschäftigen, ein Unangepasster wie es Ihn  nicht mehr so oft gibt!

Ich hoffe auf mehr, Jac !

6 Comments

    1. Eigentlich war das mit dem Foto gar nicht so gewollt. Denn ich hatte vergessen ein Beitragsbild zu vergeben. Da ich aber dieses wunderbare Foto im Beitrag verwendet habe, wurde es das Beitragsbild. Ohne das ich etwas dazu beigetragen habe. Verrückt.

      portfuzzle

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