CD TIPP: Evelyn Glennie & Roly Porter – One Day Band 17 / DL Trestle Records ODB17

Evelyn Glennie hat vielleicht mehrere Generationen von Schlagwerkern beeinflusst. Ich glaube sie hat massgeblichen Einfluss auf a l l e s, was heute in den Konzertsälen der Welt am Schlagwerk erfolgreich ist. Sie hat die Tore dafür erst geöffnet, für sie wurden Werke geschrieben … Aber lassen wir das mal beiseite.

Was ich am meisten an Ihr schätze, ist ihre Neugier, Ihr Interesse an neuen Erfahrungen.
Roly Porter kennen die meisten vielleicht von „Vex’d“, ein Duo mit Jamie Teasdale, die im weitesten Sinne Dub-Step gespielt haben. 2016 erschien „Third Law“ die erste Solo CD von Roly Porter welches International für viel Aufsehen sorgte. Mittlerweile beschäftigt er sich u.a. mit Soundtracks für Filme und mit Re-Mixes.

Was die beiden in die Holy Mountain Studios für Trestle Records verschlagen hat, wird nicht erklärt.
Dieses Label erfand die „One Day Band Sessions„. Einen Tag lang dürfen ausgewählte Musiker in einer Session Musik produzieren. Die Prozedur dazu könnt hier dort nachlesen.
So hat also Evelyn ein kleine Auswahl aus ihren riesigen Arsenal an Instrumenten in das Studio gebracht.
Es wurde ausgemacht, dass beide kurze Stücke einspielen und auch zusammen Improvisieren. Evelyn mit ihrer Auswahl an Instrumenten und Roly mit verstärkter Gitarre und verschiedenen Effektgeräten. Die Session wurde später von Roly rerecorded.

Das Ergebnis sind 20 intensive Minuten. Momente der Stille, der Pausen, des Innehaltens. Roly ist da sehr behutsam mit dem Ausgangsmaterial umgegangen. Vieles hat er nur verfremdet oder montiert. Hier ist nichts hektisch oder nervös. Hier wird dem Klang viel Raum und Zeit gegeben. Das mag angesichts der Kürze der Musik paradox klingen, ist aber wirklich auch die Qualität dieser Aufnahmen. Man wünscht sich mehr !

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