Jazz Album der Woche „Artemis“ auf NDRInfo.  „Wir sind widerstandsfähig, zäh, entschlossen, Leben spendend, vielseitig, nährend, elegant, mysteriös, gerissen, ausdauernd und geduldig,“ sagt Bassistin Noriko Ueda. 

Gemeinsam haben die sieben Musikerinnen nach vielen Liveauftritten, in denen ein facettenreiches Programm aus Eigenkompositionen und Arrangements heranreifte, ein buntes und dabei sehr rundes Album eingespielt. Es ist geprägt durch Offenheit für die unterschiedlichen Persönlichkeiten in der Band und die Hingabe an die verschiedenen Visionen swingender, ausdrucksstarker, wild groovender oder zärtlich balladesker Stücke.

Dabei ein Porträt der Namensgeberin Artemis, „goddess of the hunt“, eine Hommage an die Malerin Frida Kahlo von der chilenischen Saxofonistin Melissa Aldana, ein Nocturno der israelisch-amerikanischen Klarinettistin Anat Cohen, das sie ansonsten mit ihren beiden Brüdern mit Saxofon und Trompete im Unisono spielt – „jetzt mit meinen neuen Schwestern“.

„Artemis“ ist ein herausragendes Album, weil diese All Women Band nicht nur zeigt, dass es mittlerweile einen gut gefüllten Pool für eine „female supergroup“ gibt, sondern auch dass tatsächlich eine besondere Qualität entsteht, wenn Musikerinnen sich zusammentun, ein Gefühl der Geborgenheit und Toleranz, in der große Kraft entstehen kann. Tief empfundenes Spiel, überraschend heiter und befreit. Denn vor allem spiegelt die Musik das große Vergnügen wieder, zusammen zu sein als Gleiche unter Gleichen. © NDRInfo, Text: Mauretta Heinzelmann

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