„Cathrin Pfeifer’s Trezoulé“ Konzert Labsaal Berlin-Lübars

Das Akkordeon musste lange um seinen Ruf kämpfen. Die „Quetsche“ galt als volkstümliches Instrument, auf dem man Heimatlieder oder Shanties spielt, das für die große musikalische Kunst aber ungeeignet ist. Die Berliner Akkordeonistin Cathrin Pfeifer kämpft seit über 40 Jahren gegen dieses Vorurteil.

Mit Carsten Beyer

Zunächst als Studentin an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin, später dann als Solistin und mit ihrer eigenen Band, hat sie gezeigt, was für ein vielseitiges und virtuoses Instrument das Akkordeon auch sein kann. Sie war mit dem amerikanischen Jazzsaxophonisten Steve Lacy unterwegs, mit der Rockband Keimzeit und der sizilianischen Sängerin Etta Scollo. Sie spielte über die Jahre in verschiedenen Weltmusik-Formationen und machte so Erfahrungen mit brasilianischer, argentinischer, griechischer, italienischer und jiddischer Musik .

Beim Konzert im Berliner Labsaal wurde Cathrin Pfeifer von ihrem eigenen Trio Trezoulé unterstützt: Takashi Peterson an der Gitarre, Andi Bühler am Schlagzeug sowie als Gast der Steel-Gitarrist Gilbert Trefzger. Auf dem Programm standen die Songs ihrer aktuellen CD „Something Happened“ – eine musikalische Reise durch den Süden der USA: Anklänge an Calexico und Tom Waits lassen sich da verorten, aber auch Blues, Tango und vetrackte Afro-Grooves. Und mittendrin – ganz unverhofft – steht man in der „Toten Bucht“ an einem Brandenburger See und hört ein altes Tretboot klappern…

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© Deutschlandfunk Kultur, In Concert, 8.4.3019

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