Was Bowguard auf die Palme bringt? Wenn man ihn einen Affen nennt. Denn Bowguard ist Chronist, Linguist und Besitzer eines Ehren-Doktor-Hutes der Universität von Lissabon.

Er hasst Biographien. Seinen Namen buchstabiert er: „B wie Bastard, O wie the One-and-Only, W wie wizard, G wie Gangsta und Gold, U wie unique, weil ich in meiner eigenen Liga spiele! A wie Aphrodisiakum, R wie royal, riot, Rolex und Rolls Royce, und D wie Dollars und Diamanten.“

In den Sümpfen des Hinterlands, dort, wo einmal die Geheime Stadt gestanden hat, wohnt Bowguard. Angefeuert vom Chor dreier Cheerleader erzählt er von den Königen Nana und Jaja, beschwört den vergangenen Glanz ihrer Reiche und findet Spuren ihres Niedergangs im weißen Sand. Spuren, die bis zum Reichskanzler Bismarck führen.

Bowguard“ Monolog für einen Affen (Ursendung)
Von Susanne Amatosero
Mit: Judith Rosmair, Barbara Colceriu, Josephine Lange, Yanina Ceron Klewer
Komposition: Dilan Safari, Julian Andrae
Ton: Thomas Monnerjahn
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020

© Deutschlandfunk, Hörspiel, 7.10.2020

Susanne Amatosero, geboren 1952 in Wittlich an der Mosel, lebt als Autorin und Regisseurin für Theater und Radio in Hamburg. Für ihren Dokumentarfilm „Die Reise der Pilgrim Number One“ erhielt sie 1988 den Prix Leroi Gourhan. Das Hörspiel „funky yard“ (BR/NDR 1996) wurde auf The New York Festivals 1997 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Zuletzt: „Lagos tanzt – Die lange Nacht über Afrobeat“ (Deutschlandfunk/Deutschlandradio Kultur 2015). „Portrait of the artist as a young bitch“ (NDR 2016) und „Fischerhaus Küche“ (Deutschlandfunk Kultur 2018).

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