1992 komponierte John Zorn das Werk „Kristallnacht“, eine musikalische Parabel über jüdische Existenz vor, während und nach dem Holocaust. Das Stück markiert einen Wendepunkt in seinem Schaffen. „Nach ‚Kristallnacht‘ hatte ich den Wunsch, etwas zu kreieren, das von einer schönen und positiven Zukunft für jüdische Menschen spricht“, erklärt Zorn. Er entdeckte das Konzept der Melodie.

Eine Sendung von Harry Lachner, Bert Noglik und Odilo Clausnitzer

In rascher Folge komponierte er dann das „Masada Songbook“: 613 kurze, nahöstlich klingende Stücke (genauso viele, wie die Thora Gebote hat). Songs, die er in den darauf folgenden 25 Jahren von Musikerinnen und Musikern aus den verschiedensten Gattungen interpretieren und aufnehmen ließ. Auch bei seiner neuesten Veröffentlichung machen Interpreten aus den unterschiedlichsten Genres mit: klassische Kammermusiker, Grindcore-Bands, Pop-, Rock-, Jazz- und Weltmusik-Ensembles. Mit der brandneuen 11 CDs umfassenden Box „Book of Beriah“ legt John Zorn nun den fulminanten Schlussstein zu seinem „Masada Songbook“.

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