Bernard Herrmann „Komponist zwischen Filmstudio und Konzertsaal“

Bernard Herrmann, 1911 als Sohn von ukrainischen Einwanderern in New York geboren, gilt unter Kennern als einer der ganz Großen unter den Filmmusik-Komponisten des 20. Jahrhunderts.

Mit Benjamin-Gunnar Cohrs

Doch Herrmann hat sich lebenslang als Dirigent nicht nur für Meisterwerke unbekannterer Komponisten eingesetzt; er hat auch selbst zahlreiche Werke für den Konzertsaal geschrieben, die seinerzeit auch von anderen Dirigenten wie Leopold Stokowski, Eugene Ormandy, Sir Thomas Beecham oder Sir John Barbirolli geschätzt und aufgeführt wurden – darunter eine Sinfonie (1941), eine Sinfonietta für Streicher (1935) und eine Kantate Moby Dick (1937).

Heute sind diese Werke ebenso selten zu hören wie seine einzige große Oper Wuthering Heights (1951). Herrmann wurde freilich weltberühmt mit seinen Musiken zu Orson Welles‘ realistisch-bedrohlichem Hörspiel Krieg der Welten (1938) und zu dessen Film Citizen Kane (1941). In den 40er- und 50er-Jahren avancierte er dann zum bevorzugten Komponisten von Alfred Hitchcock. Er komponierte und dirigierte, bis er 1975 starb; sein letzter Soundtrack war der zu Taxi Driver von Martin Scorsese.

© SWR 2, Klassiker, 17.5.2017

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