Sechs Bergleute aus dem Ruhrgebiet sprechen über ihr Leben. Über ihre Probleme und Schwierigkeiten, über Politik und Privates, über ihren Beruf und die Chancen des Arbeiters in dieser Gesellschaft.

Der Autor schreibt über seine Intentionen: „Es wird versucht, ein Bild der Menschen zu zeichnen, die am meisten unter den Schwierigkeiten eines schrumpfenden Industriezweiges und den Widersprüchen einer kapitalorientierten Gesellschaft zu leiden haben. Ich nenne meine Arbeit trotz ihres dokumentarischen Charakters ein ‚Hörspiel‘, weil sie subjektiv ist. An die Stelle von Schreibtisch und Schreibmaschine traten hier Bergmannswohnungen, Zechen und Kneipen sowie Aufnahmegeräte und Schneidetisch. Das Hörspiel will keine repräsentative Darstellung des Bergbaus sein. Vielmehr ist es ein Versuch, Vertretern der Arbeiterklasse die Möglichkeit zu geben, sich zu artikulieren.“

Statements von Vertretern der Unternehmer und der Gewerkschaft, Gespräche mit Berglehrlingen, einem Betriebsratsvorsitzenden und anderen im Bergbau arbeitenden Arbeitnehmern ergänzen die Sendung.

Ende des Jahres ist es soweit – die letzte Schicht in einem Steinkohlebergwerk im Ruhrgebiet wird gefahren. Vielleicht sogar etwas früher, je nachdem, wann das jährliche Abbaukontingent erschöpft ist. Und damit endet eine Ära deutscher Industriegeschichte nach gut 200 Jahren: Mitte der 50er Jahre noch Arbeitgeber von fast 500 000 Menschen, Magnet für Generationen von Arbeitsmigranten, Turbo für Integration und Grundpfeiler des Mythos „Ruhrpottkumpel“.


Von Hans Gerd Krogmann
Regie: der Autor
Redaktion: Christina Hänsel
Produktion: WDR 1972

© WDR 3, Hörspiel, 20.8.2018

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