„Für mich ist dieses Horn etwas Natürliches, das ist meine Stimme. Ein Leben lang werde ich auf der Suche nach meinem Klang sein; wenn ich ihn eines Tages gefunden habe, kann ich aufhören“ – sagt Émile Parisien.

Mit Karl Lippegaus

Der Sopransaxofonist will „unterschiedliche Empfindlichkeiten ausdrücken, auf der Tastatur der Gemütsbewegungen spielen“. Seit er als Achtjähriger zum Saxofon griff, wurde für Émile Parisien die improvisierte Musik wie eine Sprache – „mit ihren Verknüpfungen und Verschachtelungen, versteckten Bedeutungen und geheimen Verstecken.“ Klangsensibilität und Formbewusstsein zeichnen sein bewegendes Spiel aus, ein besonderer Sound und der Ausdrucksreichtum des Jazz. Die Tatsache, dass Parisien in Cahors im Südwesten Frankreichs geboren wurde, habe wenig Bedeutung für seine Arbeit, sagt er. „Ob in England, der Schweiz, Deutschland, Portugal oder Spanien – die improvisierte Musik ist wirklich ein gemeinsames Terrain für alle. Über das Internet sind wir heute in der Lage, sehr viel Musik von überall her zu hören. Wir sind den verschiedensten Einflüssen ausgesetzt, die sich in unserer Arbeit wiederfinden.“


© Deutschlandfunk, Jazzfacts, 28.9.2017

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