„A Monday Date“ Das Earl Hines Quartet in der Berliner Philharmonie Aufnahme vom 7. November 1970

Es muss schon ein großer Musiker sein, der die gleiche Musik zwei Mal im Leben auf Schallplatten einspielt, sehr verschieden, doch beide Male brillant. Earl Hines war dieser große Musiker, der Mitte der 1960er Jahre das Programm früher Einspielungen aus den 1920er-Jahren neu auf Schallplatten aufnahm.

Mit Hans W. Ewert

Earl „Fatha“ Hines (19051983) war einer der virtuosesten und einfallsreichsten Pianisten in der Geschichte des Jazz. Sein origineller, kraftvoller Stil, der mit trickreichem Single-Note-Spiel und tremolierenden Oktaven als „Trompeten-Stil“ in die Jazzgeschichte eingegangen ist, hat alle Pianisten im Übergang zum Swingbeeinflusst. Später gehörte er als Leader einer Big Band, in der Dizzy Gillespie und Charlie Parker spielten, zu den Geburtshelfern des Bebop.

Zwischen 192878 spielte Earl Hines eine enorme Zahl von Schallplatten ein, 35Jahre lang als Bandleader und als Begleitpianist, bevor er 1964 mit einer Reihe von Solokonzerten neues Terrain betrat. Er tourte weltweit solo, sowie in Trio– und Quartettbesetzungen, reiste nach Australien, Japan, Kuba und in die Sowjetunion, spielte im Vatikan und im Weißen Haus in Washington und kehrte immer wieder nach Europa zurück. Auf WDR 3 Jazz & World präsentiert Hans W. Ewert den Mitschnitt eines Konzertes des Earl Hines Quartet vom 7. November 1970 aus der Berliner Philharmonie.

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© WDR 3, Jazz & World, 23.4.2018

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