Eine Woche nach den Donaueschinger Musiktagen und der Verleihung des Karl-Sczuka-Preises präsentieren die SWR2 Hörspiel- und Musikabteilungen zum dritten Male in einer langen Nacht das weite Feld der Ars Acustica. Und es ist wieder die Nacht der Umstellung von der Sommerzeit zur Winterzeit.
Die sogenannte Ars Acustica ist eine Art Hilfskonstruktion. Unter diesen Oberbegriff fallen Werke, die mit gutem Recht auf ganz andere Zuordnungen hören: Klangkunst, Radiokunst, Performance, Sound oder Electronic Art und Sound Poetry oder Hörspiel und Neue Musik. Und wenn dann noch Künstler Werke als Ars Acustica erschaffen, die im Rezeptionskontext Pop, Rock, Jazz oder gar Film zu verorten sind, ist die Verwirrung für Systematiker oder Puristen vollständig.
Die Lange Nacht der Ars Acustica verfolgt diesen grenzüberschreitenden Ansatz und stellt Arbeiten vor, die zwischen Musik, Musiktheater, bildender und elektronischer Kunst, Dichtung und Hörspiel stehen oder sich sogar aus dem Film rekrutieren. Sie reichen vom wagemutigen Sprach-, Musik- und Klangexperiment bis hin zum groovenden Song. Wer hier sucht, der findet Überraschendes, Provozierendes und emotional Bewegendes.
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