„20 Metallzungen gegen Herzschmerz“ „Ambuya!“ von Stella Chiweshe

„Ambuya!“, das Signaturalbum der simbabwischen Künstlerin Stekka Chiweshe, wird neu veröffentlicht. Ein Rückblick auf ihre Karriere. Von Stephanie Grimm.

Gelegentlich fährt Stella Chiweshe an die Krumme Lanke, einen See im Südwesten Berlins gelegen, um mit ihrer Mbira für das Wasser zu spielen. Dabei habe sie festgestellt, so erzählt die Musikerin, die in Simbabwe groß geworden ist und seit den frühen 1980ern in Berlin lebt, dass der Klang ihres Instruments, das zur Familie der Lamellophone gehört und auch Daumenklavier genannt wird, nicht zuletzt für die Enten in der Krummen Lanke ein Magnet sei.

„Jedes Mal, wenn ich beim Spielen die Augen aufmache, ist eine mehr da.“ Sie klingt belustigt, als sie beim Gespräch mit der taz von dieser Begebenheit erzählt. Doch zugleich zeigt sich die Künstlerin überzeugt: Ihre Mbira hat heilsame Kräfte. Diese habe sie schon als junge Frau für sich entdeckt. Und ist sich sicher: Die Klänge wirken auch auf andere Lebewesen.

„Ambuya!“ transportiert Chiweshes charakteristische Vitalität und einen Bandspirit, der sich etwa von Chiweshes ebenfalls tollen, deutlich hypnotischeren Album „Taking Mbira“ (2002) unterscheidet, bei dem die Mbira eher Soloinstrument ist.

© TAZ, Kultur, Musik, 6.4.2021

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